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Das Geschäft mit der Angst

Druckalarm und kosmische Einbrecherfallen vermitteln trügerische Sicherheit

druckueberwachungDer Bundesverband der Hersteller- und Einrichterfirmen von Sicherheitssystemen, kurz BHE, warnt vor einem gefährlichen Trend, der im Bereich Gefahrenmeldeanlagen zu beobachten ist: In jüngster Zeit tauchen vermehrt Inserate in Tageszeitungen und Werbeblättchen auf, in denen sogenannte Druckalarmgeräte angeboten werden. Manche Anbieter bezeichnen sie als Infraschall-Volumenüberwachungs- oder Raumresonanzfrequenzgeräte. Ein Anbieter versteigt sich gar zu der Bezeichnung „Kosmische Einbrecherfalle“.

Je mystischer die Bezeichnung, desto zweifelhafter scheint die zugrundeliegende Technik zu sein. Augenfällig ist, dass in den Produktbeschreibungen dieser „Wunderwaffen“ mit keinem Wort auf die gängigen Standards VD 0833 und DIN EN 50131 eingegangen wird. Eine technische Untersuchung des BDE sollte klären, ob die angebotenen Geräte die erforderlichen Qualitätskriterien erfüllen, doch der Lieferant weigerte sich, ein Gerät zu Testzwecken zur Verfügung zu stellen.

Druckalarmgeräte reagieren auf Veränderungen des Luftdrucks, wie sie beispielsweise durch das Öffnen einer Tür oder eines Fensters entstehen. Die Verkäufer demonstrieren die Wirkweise gern mit verblüffender Dramatik, indem ein im Kühlschrank befindliches Gerät (!) beim Öffnen eines Fensters Alarm auslöst. Zudem wird dem Kunden vielerorts suggeriert, ein einziges Gerät könne 300 m2 große Gebäude sicher überwachen – hinstellen, einschalten und justieren genüge. Oftmals lassen sich Laien von diesen Argumenten beeindrucken und zum Kauf verführen und wiegen sich in trügerischer Sicherheit.

Fachleute wenden hingegen ein, dass Luftdruckveränderungen auch infolge von Gewitterdonner, Sturm, Anspringen der Heizungsanlagen und Überschall-Flugzeuge entstehen kann. So sind Fehlalarme zu befürchten, die nur durch aufwändige „Zusatztechnik“ verhindert werden können. Oft bemerkt der Kunde zu spät, worauf er sich eingelassen hat.

Sicherheitsexperten kamen zu dem Schluss: „Die dem BHE bekannten Geräte dieser Kategorie erfüllen weder die für Gefahrenmeldeanlagen gültigen Normen, noch die Richtlinien des VdS. Die Geräte sind für eine normale, ordnungsgemäße Überwachung eines Objektes nicht geeignet.“

Wir, von OCS, empfehlen eine seriöse und fachgerechte Analyse der individuellen Gegebenheiten und ein bedarfsgerechtes Lösungskonzept. Das mag weniger mystisch und nicht ganz so bequem sein, aber lässt Sie mit Sicherheit ruhig schlafen. Informationen können Sie per Mail anfordern: info@ocs-gmbh.com.

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